15.08. Q.U.B.E. – Director’s Cut

by SpielxPress Mahara

Multimedia USK0    

 

Würfelspaß Remastered

Anfang 2012 wurde die ursprüngliche Version von Q.U.B.E. auf Steam veröffentlicht. Das Spiel der Indie Entwickler Toxic Games wurde mit Hilfe von Indie Fund finanziert und erfreute sich großer Beliebtheit. Aufgrund des großen Erfolgs wurden weitere Versionen für die Playstation, die Xbox und auch iOS angekündigt. Nun liegt mit dem Director’s Cut eine neue Version für die Playstation 4 vor, die vor allem mit zusätzlichen Story Elementen glänzen soll.

Grundsätzlich handelt es sich bei Q.U.B.E. um ein Rätselspiel das ein wenig an Portal 2 erinnert. Die Level sind grundsätzlich mit weißen Würfeln gebaut, nur selten sieht der Spiele seine Hände, diese sind nicht im Würfeldesign gehalten. Einige Würfel hingegen sind farbig – diese können per Klick ein- und ausgefahren werden. So bewegt der Spieler sich durch die Level. Die unterschiedlichen Farben stehen hierbei für unterschiedliche Funktionen. Rote Würfel fahren auf die dreifache Länge aus, gelbe bilden Treppen usw.. Was zunächst nach einem langweiligen Spielprinzip klingt, gewinnt schnell an Komplexität, durch immer neue Würfelfarben verändert sich auch die Mechanik immer wieder nachhaltig. Später, wird die Spielmechanik zusätzlich durch drehbare Wandbereiche ala Zauberwürfel oder Würfel die erst nach Beschuss durch Laserstrahlen eingefärbt und dadurch ihre Funktion erhalten, erweitert.

Eine der häufigsten Kritiken, auch unserem Test nach, an der ursprünglichen Version war die fehlende Story bzw. die fehlenden Erklärungen. Der Spieler wurde mit ausreichend Rätseln konfrontiert, Hintergründe fehlten allerdings. Der Directors Cut wurde nun um eine Story Komponente erweitert. Gleich zu Beginn begrüßt euch eine hektisch-dramatische ISS Astronautin die euch darüber aufklärt, dass das Schicksal der Welt vom Lösen der jeweiligen Rätsel abhängt. Wer wir sind erfahren wir nicht, wissen wir auch nicht mehr da wir 2 Wochen im Koma waren und an Gedächtnisverlust leiden. Zu Stereotyp? Pech gehabt – schließlich wollten ja alle, inklusive uns, Story. Spaß beiseite – die Stereotypen lösen sich nach kurzer Zeit auf – spätestens ab dem Zeitpunkt wo sich eine zweite Stimme in die Handlung einmischt. Diese erklärt euch dass die angebliche ISS Astronautin nicht vertrauenswürdig sei – so dreht sich die Handlung eigentlich darum die Wahrheit heraus zu finden. Neben dem Storymode bietet der Director’s Cut zusätzlich eine Art Time Attack Modus bei dem Rätsel gegen die Uhr gelöst werden müssen. Eine interessante zusätzliche Komponente, die dem Spiel durch die zusätzliche „Hektik“-Komponente überraschend viel Action verleiht.

Q.U.B.E. war und ist ein gutes Puzzlespiel mit ausreichendem Umfang und einer guten Spielmechanik. Aufgrund der immer steigenden Anzahl an Blöcken und Funktionen bleibt die Langzeitmotivation erhalten. Der Story des Director’s Cut verleiht dem Spiel eine zusätzliche Ebene, und Tiefe und ermöglicht zusätzlich auch Spielern von neueren Konsolen den Titel zu genießen. Q.U.B.E. zeigt worauf es bei einem Spiel wirklich ankommt – auf eine gute Spielmechanik und entsprechenden Umfang. Da wird Grafik schnell zur Nebensache. Wir wünschen uns mehr – Mehr von Toxic Games und generell mehr von neuen Indies mit spannenden Ideen.

[Jan Gruber]

4 von 5 Sternen

Pro: Spielmechanik, Umfang, einfache Steuerung
Contra: Setting bedingt eher eintönige Grafik

Multimedia, PS4, Puzzle, Q.U.B.E, Qube