15.07. Mission Impossible 5 - Rogue Nation

by SpielxPress Mahara

     

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Zum mittlerweile fünften Mal darf sich Tom Cruise in der Hauptrolle der erfolgreichen Filmreihe „Mission Impossible“ in schier unlösbaren Missionen beweisen. Für die Regie zeichnet Christopher McQuarrie verantwortlich, ein enger Wegbegleiter von Tom Cruise. Während er in „Operation Walküre“ und „Edge of Tomorrow“  für die durchwegs guten Drehbücher verantwortlich war, führte er in Jack Reacher bereits Regie. Es handelt sich um seinen ersten Film in der Mission Impossible Reihe, zuletzt durfte dort Brad Bird im Regiestuhl Platz nehmen.

Nicht nur was Hauptrolle und Regie betrifft findet man in „Rogue Nation“ einige bekannte Namen, auch der restliche Cast vermag zu überzeugen. Jeremy Renner überzeugt wieder in der Rolle des IMF Leiters. Rebecca Ferguson übernimmt die weibliche Hauptrolle, eine Neuentdeckung die wir nach einer soliden Leistung sicher öfter auf der Leinwand sehen werden und mit Alec Baldwin wurde ein mehr als würdiger Nachfolger für Laurence Fishburne als CIA Chef gefunden.

In Sachen Handlung kämpft Ethan Hunt gleich an zwei Fronten - Das Syndikat stellt eine neue Art von Bedrohung dar, eine international gut organisierte Verbrecherorganisation die finanziell und militärisch perfekt organisiert ist und durch den Einsatz fortschrittlicher Technologie zum Puppenspieler der Nationen wird. Zu allem Überdruss verliert Ethan allerdings auch die Unterstützung des IMF und die Gunst der USA, nach der Auflösung des IMF durch die CIA. Nur mit der Hilfe einiger, unter Beobachtung stehender, alter Freunde, nimmt er den Kampf gegen das Syndikat auf.

Die Auswahl der Handlungsorte und Kulissen überzeugt. Neben den engen Gassen und Ubahnschächten von Wien wird auch gleich noch die Premiere von Turandot gestürmt und führt zu einer interessanten Kombination von Verwirrspiel und klassischer Musik. Anschließend verschlägt es den Agenten nach Marroko und letztlich nach England. Gerade in London erhält „Rogue Nation“ eine Sonderbehandlung, nach „Suffragette“ ist es erst der zweite Film der eine Drehgenehmigung im Westminster-Palast erhielt. Neben der abwechslungsreichen Auswahl der Handlungsorte kann „Rogue Nation“ aber vor allem auf schauspielerischer Ebene (wieder) überzeugen. McQuarrie schafft es an den alten Charme und Humor der Serie anzuknüpfen, der in den letzten Teilen durchaus vernachlässigt wurde, die Handlung bietet einige nicht ganz so kalkulierbare Wechsel und auch schauspielerisch können sowohl altbekannte als auch neue Charaktere überzeugen. Realismus sucht der Zuseher in Mission Impossible weiterhin vergeblich, aber immerhin ist der fünfte Teil wenigstens gefühlt weniger unrealistisch als vergleichsweise noch der Vorgänger.

In Summe bekommt der Kinobesucher ab Anfang August über zwei Stunden gute Unterhaltung mit vielen bekannten Schauspielern geboten. Die Actionszenen sind gut inszeniert, die weniger actionreichen Zwischensequenzen überzeugen mit interessanten Handlungsorten, durchaus wahrnehmbarer Handlung und einigen, charmanten, Schmunzlern. Aus unserer Sicht sicher einer der besseren Actionfilme dieses Jahr, dem vor allem die Rückkehr zu alt bekannten Traditionen (und Erfolgsrezepten) der Serie durchaus gut getan hat. 

(Jan Gruber)

Hier noch einige Bilder der Mission Impossible - Rogue Nation Premiere aus Wien

Tom Cruise in der eigenen Stadt bei der Weltpremiere einer der meist erwarteten Filmfortsetzungen des Jahres und Wien als Drehort auf Leinwand – Wahnsinn!

Nebst London und Marrakesch avancierte auch Wien zum Drehort für den neuesten Film der bekannten Mission: Impossible-Reihe. Bereits im August letzten Jahres fanden die Dreharbeiten für Mission: Impossible – Rogue Nation in der österreichischen Hauptstadt statt. Imposante Bilder unserer schönen Stadt an der Donau sind das Ergebnis. So fühlt man sich quasi „mittendrin statt nur dabei“, wenn heimische Bilder vom Riesenrad im Prater oder aber der Staatsoper über die Leinwand flimmern – Wien von seiner schönsten Seite in einem Blockbuster schlechthin. Da darf man dann schon mal sentimental werden, wenn die Stars auch an alltäglichen Orten wie der U-Bahn am Schottenring zu sehen sind.

Kleiner Fauxpas: Während der Regisseur versucht, das Landesflair durch - dem Drehort angepasste - OV Tonausgabe (also eigentlich österreichisch in Österreich) mit Untertiteln zu untermauern, arbeiten in der Wiener Staatsoper offensichtlich nur korrekte, sehr stark betonenden Deutsche. Den Wiener „Schmäh“ oder die typische, etwas weichere Aussprache, gibt es allerdings nicht. Ein Randdetail, das jedoch nur Einheimische bemerken werden.

Trotzdem hat sich Wien für dieses große Projekt auf jeden Fall etabliert und liefert eindrucksvolle Schauplätze – kein Wunder bei einer historisch so bedeutenden und attraktiven Stadt.

(Stephanie Schütze)

Was wäre Mission: Impossible ohne Overacting und abstruse Stunts? Wohl nicht die Filmreihe, die wir so lieben und auf deren Filme ich mich persönlich mich immer sehr freue.

Da springt Tom Cruise auf ein soeben startendes Flugzeug und läuft bei vollem Schub über den Flügel der A400. Rebecca Ferguson rutscht im eleganten Abendkleid vom Dach – die Frau ist zumindest ein wenig dreckig nach ihrer Flucht, das Kleid strahlt und sitzt dafür umso perfekter. So eines will ich auch! Motorradverfolgungsjagden sind ein Sport für jedermann (und –frau). Das zumindest wird impliziert, wenn bei rasantester Fahrt geschossen und mühelos ein Blick zurück riskiert wird. Selbst Absprünge vom Zweirad verursachen lediglich ein paar Kratzer.

Alles in allem aber Gejammer auf hohem Niveau. Denn wenn man ehrlich ist, muss man zugeben: Die Realität der Filme hat zugenommen und wer von Action-Filmen à la Mission: Impossible unterhalten werden möchte, sollte dabei wohl generell nicht alles auf die Goldwaage legen.

(Stephanie Schütze)

4 von 5 Sterne