15.04 Mini-Blog: Serien Empfehlung

by SpielxPress Mahara

Seit dem Start von Netflix in Österreich bin ich auf einige interessante Filme und Serien mit Videospiel-Bezug gestoßen. Zum Beispiel Videogames: The Movie. Eine interessante Doku die sich mit der Entstehungsgeschichte der Videospielindustrie beschäftigt. Heute möchte ich aber auf eine fiktive Comedy-Serie namens Video Game High School (VGHS) eingehen.

Wie der Name schon vermuten lässt geht es um eine Schule an der das Spielen von Videogames unterrichtet wird. Was diese Serie so sympathisch macht, ist der gelungene Umgang mit der “Nerd”-Kultur. Dazu will ich später ein paar Beispiele bringen, zunächst jedoch kurz die Handlung.

 Erzählt wird die Story aus der Sicht des Hauptcharakters BrianD. Dieser wird in der VGHS aufgenommen um im FPS-Team zu spielen. Wie man es aus amerikanischen Filmen kennt, teilt sich auch diese Schule in mehrere Gruppen auf. Nur statt Cheerleadern und Sportlern werden die Schüler hier in Teams unterteilt die sich auf verschiedene Genres spezialisieren, unter anderem in FPS, RTS, Beat em Up, Drift Racer oder Kart Racer.Da ich von der Handlung nicht zu viel vorweg zu nehmen will, möchte ich nur sagen, die Handlung ist gut, nimmt sich selber nicht zu ernst, überrascht und unterhält hervorragend.

Die Charaktere sind gut geschrieben und decken humorvoll so manche Klischees ab. Außerdem sprechen sie sich hauptsächlich mit ihren Gamertags an und da sind ein paar nette Wortwitze dabei (z.B. Games Dean). Unter den Schauspielern war zu Beginn nur ein bekanntes Gesicht dabei und zwar der Rektor. Dieser wird gespielt von Harley Morenstein besser bekannt als Epic Meal Times “Sauce Boss”. More Bacon Strips!

Die Spiele selber werden auch von den Schauspieler dargestellt. Wer den, leider misslungenen, Film “Gamer” gesehen hat, wird sich das gleich gut vorstellen können. So laufen zum Beispiel die Shooter Spieler durch ein Gelände und beschießen sich, ähnlich wie beim Paintball spielen. Während die Kart-Racer tatsächlich mit Go-Karts ihre Runden drehen. Hier wird natürlich viel mit CGI gearbeitet. Bei der ersten Folge sah das noch recht trashig aus und hätte mich fast vom Weiterschauen abgehalten. Allerdings ist mir der Stil bereits in Folge 2 ans Herz gewachsen. Es ist für so eine kleine Serie nämlich erstaunlich aufwendig produziert.

In den Dialogen wird viel mit Sprache gespielt. An jeder Ecke finden sich Wortwitze. Aussagen wie “Don’t molyneux me” für “Erzähl mir keinen Blödsinn” versteht man nur wenn man in der Materie heimisch ist. An dieser Stelle könnte man viele ähnliche Beispiele bringen, aber die Witze vorweg zu nehmen wäre nicht sinnvoll, von daher verbleibe ich mit einer Empfehlung.

 Zwei Staffeln zu jeweils fünf bis sechs Folgen sind zur Zeit beim österreichischen Netflix verfügbar. Bei einer Laufzeit von rund 30 Minuten, hat man die leider viel zu schnell gesehen.